Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) 中医学
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) 中医学
Der Mensch im Zentrum der Behandlung
Während sich die Schulmedizin auf die Behandlung von Krankheiten und Organen konzentriert, sieht die Traditionelle Chinesische Medizin (中医学) Körper, Psyche und Lebensumstände. Jährlich werden zwischen 10.000 und 15.000 neue Studien in der TCM veröffentlicht, die ihre Wirksamkeit wissenschaftlich belegen und ihre Methoden weiterentwickeln.
Die Verfahren, die in der TCM Anwendung finden, sind die Arzneimitteltherapie, die Akupunktur, die Ernährungstherapie, Qigong und Tuina. Die Verfahren helfen, ein inneres Gleichgewicht zu schaffen und die Gesundheit nachhaltig zu fördern.
Diagnostik in der Traditionellen Chinesischen Medizin
Die Traditionelle Chinesische Medizin richtet den Blick auf den individuellen Menschen in seiner Gesamtheit – die Einheit aus Körper und Psyche und seine Lebensumstände. Auch deshalb ist eine ausführliche Anamnese und Befragung ein grundlegender Teil der Diagnostik. Zudem wird zur Diagnostik eine Puls- und Zungendiagnostik durchgeführt und darauf aufbauend ein individuelles Behandlungskonzept erstellt.
Die Pulse werden vom Therapeuten an insgesamt sechs Stellen (drei an jedem Handgelenk) betastet. Sie entsprechen den sechs führenden Organkreisen und werden hinsichtlich Pulsfrequenz und qualitativen Werten (Höhe, Breite und Länge der Pulswelle, Kraft und Spannung) bewertet.
Die Zunge wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin wie eine Landkarte in Areale und Regionen unterteilt und den verschiedenen Funktionskreisen und Organsystemen zugeordnet. Die Beurteilung von Form, Farbe und Belag gibt Aufschluss über den energetischen und somit gesundheitlichen Zustand des jeweiligen Organkreises und der Patientin oder des Patienten.
Unser Angebot der Traditionellen Chinesischen Medizin richtet sich an alle – egal ob Frauen, Männer, Kinder oder Senioren.
Eine energetische Medizin
Unter Qi versteht man das energetische Potenzial. Es fließt entlang klar definierter Leitbahnen durch den Körper und versorgt so die Funktionskreise. Ist der Fluss des Qi gestört, führt das zu Krankheiten und Beschwerden. Einen harmonischen Fluss des Qi herzustellen ist Ziel der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Gründe für einen gestörten Fluss können sein:
- Überlastung
- Stress
- Emotionale Belastungen
- Fehlende Pausen
- Falsche Ernährung
- Bewegungsmangel
- Äußere Einflüsse
Unser Experte für TCM: Dr. Alexander Rieger
„TCM ist für mich keine bloße Ergänzung, sondern eine eigenständige Heilkunde mit eigenen diagnostischen und therapeutischen Ansätzen. Ich habe sie studiert, weil sie anders funktioniert als die Schulmedizin und mir ermöglicht, auch dort zu helfen, wo die Schulmedizin keine Antworten findet. Mit meinen zwei medizinischen Ausbildungen habe ich somit zwei vollwertige Möglichkeiten, Menschen zu behandeln.”
Beschwerdebilder
Die traditionelle chinesische Medizin kann bei einer Vielzahl an Beschwerdebildern eingesetzt werden. Wichtig ist eine genaue Diagnose durch den Arzt oder die Ärztin. Die Traditionelle Chinesische Medizin kann zum einen bei einer schulmedizinisch diagnostizierten Erkrankung (z.B. Endometriose) als ergänzende Therapie eingesetzt werden oder aber in Fällen, in denen die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt (z.B. Schwindel mit unklarer Genese) als Therapie eingesetzt werden.
- Arthrose/Arthritis
- Bandscheibenschaden
- Gelenkschmerzen
- Ischias/Ischialgie/Hexenschuss
- Kniebeschwerden
- Muskelschmerzen
- Osteoporose
- Phantomschmerzen
- Rheumatische Erkrankungen
- Rückenschmerzen
- Tennisellbogen
- Angststörungen
- Antriebslosigkeit
- Burnout
- Depressionen
- Epilepsie
- Erschöpfung/Energiemangel
- Innere Unruhe
- Konzentrationsstörungen
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Multiple Sklerose
- Nervenschmerzen (Neuralgie, Trigeminusneuralgie)
- Panikattacken
- Psychosomatische Beschwerden
- Schlafstörungen
- Schwindel
- Stress
- Bluthochdruck/Niedriger Blutdruck
- Durchblutungsstörungen
- Herzklopfen
- Herzrhythmusstörungen
- Krampfadern
- Ödeme
- Thrombosen
- Allergien
- Aphthen
- Asthma
- Behinderte Nasenatmung
- Bronchitis
- Druck auf den Ohren
- Fibrose
- Gehörgangsentzündung
- Gürtelrose
- Heiserkeit
- Hörminderung
- Hörempfindlichkeit
- Husten
- Infektanfälligkeit
- Kehlkopfentzündung
- Kiefergelenksprobleme
- Lippenherpes
- Mandelentzündung
- Polypen
- Raucherentwöhnung
- Riechstörung
- Rissige Mundwinkel
- Schluckstörungen
- Sodbrennen
- Sinusitis
- Tinnitus
- Verschleimung
- Zahnschmerzen
- Augenentzündung
- Augenschmerzen
- Doppeltsehen
- Gerstenkorn
- Glaukom (Grüner Star)
- Katarakt (Grauer Star)
- Kurz-/Weitsichtigkeit
- Lidzucken
- Müde Augen
- Netzhauterkrankungen
- Rote Augen
- Schielen
- Trockene Augen
- Blasenschwäche
- Entzündungen
- Impotenz
- Unfruchtbarkeit
- Adnexitis (Eileiter-/Eierstocksentzündung)
- Blasenentzündungen
- Blutungsunregelmäßigkeiten
- Brustkrebs
- Endometriose
- Erkrankungen der Eierstöcke
- Frühgeburtsbestrebungen
- Gebärmutterhalskrebs
- Geburtsvorbereitung
- Harninkontinenz
- Hitzewallungen
- Hormonelle Beschwerden
- Kinderwunsch
- Kindslage
- PCO-Syndrom
- Periodenschmerzen
- Pilzinfektionen
- PMS
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Schweißausbrüche
- Stillprobleme
- Stimmungsschwankungen
- Unfruchtbarkeit (Infertilität)
- Übelkeit/Erbrechen
- Wassereinlagerungen
- Wechseljahresbeschwerden
- Zyklusbeschwerden
- Zysten
- Akne
- Ausschlag
- Dermatitis
- Furunkel
- Haarausfall
- Kopfschuppen
- Nesselsucht
- Neurodermitis
- Rosacea
- Trockene, fettige oder
- gerötete Haut
- Wundheilungsstörungen
- Appetitlosigkeit
- Bauchschmerzen
- Blähungen
- Durchfall
- Gallensteine
- Geschwüre
- Gewichtsabnahme
- Glutenunverträglichkeit
- Hämorrhoiden
- Magenschleimhautentzündung
- Morbus Crohn
- Nahrungsmittelunverträglichkeit
- Reizdarm
- Schluckauf
- Schluckbeschwerden
- Sodbrennen/Reflux
- Übelkeit/Erbrechen
- Verstopfung
Mit Beginn der Wechseljahre nimmt die grundlegende Lebensenergie (Jing) ab, was Alterungsprozesse und körperliche Veränderungen wie nachlassende Vitalität und Beweglichkeit begünstigt. „Gesund älter werden“ ist in der TCM eine eigene Fachrichtung. Man nennt sie Yangsheng (养生).
Durch Maßnahmen wie Ernährung, Akupunktur und Ernährungstherapie gleicht die TCM den Energieverlust aus und hilft dabei, Gesundheit und Wohlbefinden möglichst lange zu erhalten.
Therapieverfahren
Es werden immer verschiedene Therapieverfahren der TCM wie z.B. Akupunktur, Arzneimitteltherapie und Ernährungstherapie miteinander kombiniert. Die wichtigsten Verfahren sind:
中药学
Arzneimitteltherapie
Die chinesische Arzneimitteltherapie arbeitet vor allem mit Kräutern und pflanzlichen Heilmitteln. Bei der Auswahl der Arzneien betrachten wir den Körper und die Gesundheit und berücksichtigen sowohl die körperliche Konstitution als auch die seelische Verfassung. Jedes Mittel wird dabei bestimmten Funktionsbereichen und Krankheitsfaktoren zugeordnet. Entsprechend können Art, Konzentration und Kombination der Wirkstoffe von Patientin zu Patientin erheblich variieren.
针灸
Akupunktur
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin fließt der lebenserhaltende Energiestrom, das Qi, auf definierten Bahnen unter der Haut und durch das Gewebe. Wird der Fluss dauerhaft gestört, entsteht ein Ungleichgewicht und Krankheit kann entstehen.
Bei der Akupunktur werden an genau definierten Punkten Nadeln gesetzt, um Reaktionen im Körper auszulösen.
Ergänzend dazu kommt bei der Moxibustion getrocknetes Beifußkraut zum Einsatz, das an den Akupunkturpunkten verbrannt wird – die entstehende Wärme dringt tief ins Gewebe ein und stärkt das Qi dort, wo Kälte oder Erschöpfung den Energiefluss hemmen. Die Methode ist besonders bekannt dafür, Schmerzen zu lindern, etwa bei Periodenschmerzen. Sie kann jedoch weit mehr: Akupunktur unterstützt auch das Immunsystem und kann helfen, Infektionen vorzubeugen oder den Verlauf zu mildern.
食疗
Ernährungstherapie (Diätetik)
In der TCM sind die Übergänge zwischen gesunder Lebensweise, Krankheitsvorsorge und therapeutischen Maßnahmen fließend. Anders als in der westlichen Ernährung werden Lebensmittel nicht nach Kalorien oder Nährstoffen bewertet, sondern nach ihrer Wirkung im Körper. Diese Wirkung ermöglicht es, die Ernährung gezielt auf die Bedürfnisse der Patientin abzustimmen. Auch wenn Sie sich nach westlichen Maßstäben gesund ernähren, kann die chinesische Ernährungsberatung neue Impulse geben, um die Gesundheit von innen heraus zu unterstützen.
推拿
Tuina
Tuina ist eine manuelle Therapie der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie kombiniert Massage- und Grifftechniken mit dem Wissen über Akupunkturpunkte, Leitbahnen und chirotherapeutische Bewegungen. So werden Muskeln, Sehnen und Bindegewebe stimuliert, der Bewegungsapparat gestärkt und die Durchblutung angeregt.
Besonders häufig wird Tuina bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt. Sie kann aber auch bei anderen Beschwerden wie Verdauungsproblemen, Schlafstörungen oder Menstruationsbeschwerden unterstützend wirken. Für Kinder und Menschen, die Angst vor Nadeln haben, eignet sich Tuina als Alternative zur Akupunktur.
气功
Qigong
Qigong verbindet sanfte Bewegung, bewusste Atmung und mentale Konzentration und ist damit eine der grundlegenden Praktiken der Traditionellen Chinesischen Medizin. Regelmäßige Übung fördert den freien Fluss des Qi, stärkt die Körperwahrnehmung und unterstützt das innere Gleichgewicht. Wir bieten Qigong nicht direkt in der Praxis an, geben jedoch gerne eine persönliche Weiterempfehlung und erklären Ihnen Übungen, damit Sie gezielt und mit der richtigen Technik beginnen können.
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